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Weiterleitung eines Artikels meines Somatics Kollegen, Colm McDonnell aus Irland Er beschreibt und erklärt den Unterschied zwischen dem klassischen Dehnen und der so genannten Pandiculation, welche wir bei den Somatic Exercises durchführen. Den Originalartikel von Colm findest Du hier: Was passiert beim Dehnen im klassischen Sinne? Die sensorischen Informationen beim Dehnen laufen hauptsächlich über das Rückenmark. Wenn ein Muskel gedehnt wird, senden die darin befindlichen Golgi Rezeptoren (kleine Fühler, die ständig die Muskelspannung messen) ein Signal an das Rückenmark, dass sich der Muskel gedehnt hat, also länger geworden ist. Das Rückenmark bekommt diese Meldung und sendet daraufhin einen direkten Impuls an den betroffenen Muskel zurück. Dieser Impuls bewirkt eine Kontraktion im zuvor gedehnten Muskel, um diesen vor einer Überdehnung oder Verletzungen zu schützen. Somit gibt es bereits auf der Ebene des Rückenmarks neuronale Schaltkreise, die ohne Zutun des Gehirns einfache (in der Regel Flucht-) Bewegungen und Reflexe auslösen. Das Dehnen eines bestimmten Muskels führt durch den hier ausgelösten Stretch-Reflex also auch immer zu einer gleichzeitigen Kontraktion in der betroffenen Muskulatur, was im Prinzip der Intuition des Dehnens widerspricht. Oft auch sichtbar durch ein Zittern des entsprechenden Muskels. Wie man an dieser vereinfachten Darstellung des Stretch-Reflexes sehen kann, ist das Gehirn in diesem Kreislauf nicht maßgeblich beteiligt. Es handelt sich um einen natürlichen Reflex der bereits im Rückenmark stattfindet. Im Gegensatz zum klassischen Dehnen, bekommt das Gehirn bei der so genannten Pandiculation jedoch neue sensorische Informationen. Was passiert bei der Pandiculation? Wenn wir einen Muskel anspannen, senden die darin befindlichen Rezeptoren eine Information zum somatosensorischen Kortex, einem Teil im Gehirn, der für die haptische Wahrnehmung zuständig ist. In diesem Fall, dass sich der Muskel verkürzt hat und die Muskelspannung erhöht ist. Durch diese, dem Gehirn übermittelte Information, kann der Muskel nun „gefühlt“ werden. Er befindet sich unter bewusster Kontrolle und die darin vorhandene Anspannung kann somit verstärkt, gehalten oder verringert werden. Bei der Pandiculation wird die Anspannung im Muskel nun willentlich ganz langsam, bis zur kompletten Entspannung wieder reduziert. Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass man durch die vorherige, bewusste Kontraktion die volle Kontrolle über den Muskel bekommt und das Gehirn lernen kann den Muskel locker zu lassen und somit wieder zu „verlängern“. Unterschiede auf einen Blick: Dehnen: ist passiv, der Muskel wird nicht aktiv benutzt, man „zieht“ nur daran und das Gehirn ist in diesem Prozess zunächst nicht beteiligt. verringert vorübergehend die Kraftleistungsfähigkeit des Muskels ruft keine neuen Lernprozesse hervor, da das Gehirn nicht maßgeblich beteiligt ist. kann unangenehm und schmerzhaft sein, gerade wenn eine sensomotorische Amnesie (SMA) vorliegt. bewirkt nur vorübergehende Längenänderung der Muskulatur. beseitigt keine SMA. Passives Dehnen bewirkt keine Veränderungen auf der Ebene gewohnheitsbedingter, chronischer Muskelanspannungen, welche so typisch für die Sensomotorische Amnesie sind. Pandiculation: ist aktiv, der Muskel wird aktiv angespannt, somit kann er gespürt werden und das Gehirn ist an diesem Prozess aktiv beteiligt. lehrt dem Gehirn viele neue sensomotorische Informationen. Funktion und Mobilität werden verbessert. Es handelt sich um einen aktiven Lernprozess. fühlt sich gut an, wenn es korrekt ausgeführt wird, ist es angenehm entspannend und fühlt sich wie ein „gähnen“ an. bewirkt anhaltende Längenänderung der Muskulatur, da das Gehirn die neue Muskellänge selbst erlernt. Die Veränderung in der Muskellänge kommt durch eine Reduktion der Muskelspannung und nicht durch eine Veränderung der (passiven) Strukturen. Beseitigt SMA. Dem Gehirn wird die Kontrolle über den Muskel zurückgegeben und man lernt somit, den Muskel wieder zu entspannen und über seine ursprüngliche Länge zu benutzen. Abschließend ist noch zu sagen, dass beim klassischen Dehnen Muskeln oft isoliert gedehnt werden. Bei der Pandiculation werden immer ganze Bewegungsmuster bzw. Muskelketten angesprochen, was zu einer schnelleren und effektiveren Entspannung und neuen Mobilität im gesamten Körper führt. Die lernende Komponente der Pandiculation bewirkt eine bessere sensomotorische Kontrolle, Ansteuerung der Muskulatur. Eine Muskulatur die sich unter unserer kompletten Kontrolle befindet, verursacht keine Schmerzen. Schmerzen treten dann auf, wenn wir die Kontrolle verlieren und sich Muskeln chronisch versteifen. Schmerz ist immer auch ein Zeichen von Kontrollverlust über verschiedene Bewegungsmuster.
geposted: MIttwoch, 20.12.2017
Dehnen im Vergleich zu Pandicualtion
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